KUNST- UND DESIGN @ arm und sexy
Anlässlich der Kunst-Festivals in Nord-Neukölln, aber auch dazwischen zeigt arm und sexy Ausstellungen, die thematisch in Kontext zum Inhalt des Ladens - Vintage Interior - stehen.
Charakteristisch für die Ausstellungen sind Experimentierfreude, künstlerische Autonomie - denn "kuratiert" werden nicht die Kunstwerke, sondern die Künstler -
und der sowohl bewußte als auch unausweichliche Verzicht auf garlerietypische Präsentation in diesem kleinteiligen, bunten Raum mit zahlreichen Möbeln und Objekten,
die selbst um Aufmerksamkeit buhlen. So verlangen die Ausstellungen sowohl vom Publikum als auch von den KünstlerInnen und ihren Arbeiten einiges an Selbstbewusstsein und Nervenstärke ab, damit Wahrnehmung gelingt.
SCHENK DICH SEXY
Weihnachts-Verkaufsausstellung
(Dezember 2011 anlässlich des Advents-Parcours im Reuterkiez)
Premiere der arm und sexy Designs (Porzellanbecher, Stoffbeutel, Geschenkpapier) und kleine Objekte von
Ika Deter,
Friederike Hammann,
Lars Maurmaier,
Anne Wilson.
MAKELLOS
Gruppenausstellung
(November 2011 anlässlich NACHTUNDNEBEL)
Wie gewohnt lud arm und sexy befreundete KünstlerInnen ein – und diesmal außerdem künstlerisch aktive Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen
oder Behinderungen. So werden in der Ausstellung Arbeiten von Künstlern aus dem Umfeld der
Psychosozialen Initiative Moabit e.V. sowie von
artonautic research,
Michael Globisch,
Friederike Hammann,
Peter Hock,
Kylie Light,
Lars Maurmaier,
Jackie N,
Deborah Philipps,
Bo Soremsky
zu sehen.
Die Ausstellung wurde vom Festival NACHTUNDNEBEL für besondere Bemühungen um Barrierefreiheit ausgezeichnet.
KARL MARX LUXURIA
Installation von Claudia Simon
(Juni/Juli 2011 anlässlich der 48 Stunden Neukölln)
Untersucht wurden Dimensionen, Flexibilität, Belastbarkeit und Zeitgeistgehalt des Begriffs “Luxus”:
anhand von 1€-Nippes von der Karl-Marx-Straße, Neuköllns traditioneller, heute von vielen Billig-Shops gesäumter Einkaufsmeile.
Die Objekte wurden blattvergoldet und mit weiteren Elementen rund um einen offenen Kamin installiert und sollten so
- unterstützt von einer der 7 Todsünden sowie Karl Marx selbst - zur Beschäftigung mit der Frage inspirieren, wann Grundbedürfnisse enden und wo Luxus beginnt.
2. Preisträgerin beim 1. Kunstpreis der 48 Stunden Neukölln.
HINTER DER FASSADE
Gruppenausstellung
(März/April 2010 anlässlich des Frühlingserwachens im Reuterkiez)
arm und sexy zeigte unter dem Titel "Hinter der Fassade" eine Gruppenausstellung
- Ladies' Special - mit Arbeiten im Genre "Interior" von
Irene Anton,
Friederike Hammann,
Jasmin Höher-Kosel,
Jackie N,
Anne Wilson,
die man – insbesondere durch eine mitgelieferte Transportverpackung aus Stoff – immer dabei haben und überall aufstellen oder aufhängen kann.
KUNST TO GO
Weihnachts-Verkaufsausstellung
(Dezember 2010 anlässlich des Advents-Parcours im Reuterkiez)
Erschwingliche, serielle Arbeiten von
E. Yuri Figini,
Andreas Haltermannn,
Silvia Maccariello,
Lars Maurmaier,
Claudia Simon,
Anne Wilson,
die man – insbesondere durch eine mitgelieferte Transportverpackung aus Stoff – immer dabei haben und überall aufstellen oder aufhängen kann.
EULE ODER NACHTIGALL
Anonyme Gruppenausstellung
(November 2010 anlässlich NACHTUNDNEBEL)
Mit über 50 Arbeiten von anonymen KünstlerInnen - u.a. aus Deutschland, Italien, Irland, Indien, Spanien, Indonesien, England, Belgien, den USA und dem Irak -
feierte arm und sexy in den 200. Geburtstag von Fritz Reuter, Namenspatron des Reuterkiezes, hinein.
Der Ausstellungstitel bezieht sich auf ein anonymes Mittelenglisches Gedicht aus dem 11./12. Jahrhundert, in dem sich eine Eule und eine Nachtigall erbittert über alle Aspekte des Daseins streiten.
Daraus entwickelte sich ein plattdeutsches Sprichwort ("Wat den een sin Uhl is den annern sin Nachtigall"), das Reuter in der Geschichte „Ut mine Stromtid“
(Aus meiner Volontärszeit) zitierte und das dadurch breite Bekanntheit erlangte.
DIE MÖBLIERER
Digitale Fotocollagen von RobertM
(September/Oktober 2010)
Neue Behaglichkeit von gestern - eine fiktive Werbekampagne für Second-Hand-Möbel der 50er Jahre
von RobertM aka Ralf Mauelshagen. Exklusiv zur Vernissage waren zusätzlich Werbebotschaften zum Thema zu höre.
Special Guest: Der Gummibaum von Wolf Klein.
RAUCHZEICHEN
Installation von Claudia Simon
(Juni/Juli 2010 anlässlich der 48 Stunden Neukölln)
Analoge Relikte, untergegangene Kommunikations- und Medienkonzepte - exemplarisch verdichtet zum Erinnerungskomplex an die Zeit vor der Digitalen Revolution:
In unserer Jugend hauten wir in die Tasten unserer Schreibmaschinen, holten uns schwarze-weisse Fingerspitzen von Kohlepapier & Tipp-Ex
und hörten in stundenlanger freudiger Echtzeit-Mühe aufgenommene Mixtapes. Verabredungen waren keine Optionen und direkt erreichbar waren wir nur zu Hause ...
Eine erst kürzlich untergegangene, aber doch schon fast vergessene Welt - nostalgisch für die Zeitgenossen, schwer vorstellbar für die Nachgeborenen.
BITTE RECHT FREUNDLICH
GruppenausstelLung
(April/Mai 2010 zum 2. Geburtstag von arm und sexy)
8 FotografInnen und KünstlerInnen -
Tammo Bork,
Pau Domingo,
INTRANSITos,
Christian Mayrock,
Jackie N.,
Deborah Philipps,
Jennifer Sawarzynski,
Anne Wilson
- gratulierten arm und sexy mit im Laden erstellten Fotografien zum 2. Geburtstag.
FESTE FEIERN!
GruppenausstelLung
(Februar/März 2010)
FESTE FEIERN! zeigte Arbeiten von 9 KünstlerInnen zum Thema aus ganz individueller Perspektive.
arm und sexy war überrascht wie zufrieden, dass das Sujet nicht nur im Sinne von FFeierkuchen umgesetzt wurde,
sondern auch einige dicke Wermutstropfen goutiert werden konnten.
Beteiligt waren
Irene Anton,
Geeorg,
Friederike Hammann,
Peter Hock,
Jasmin Höher-Kosel,
Lars Maurmaier,
Martin Schmidt-Schweda,
Claudia Simon,
Kelly Tivnan.
STERNE DER SAISON
Eine stationäre Performance von Wolf Klein.
(Dezember 2009 anlässlich des Advents-Parcours im Reuterkiez)
Der Blumenladen von Wolf Klein ist eigentlich ein ganz normaler Blumenladen. Bis auf einen Unterschied: Alle Blumen sind fotografiert.
Passend zum Anlass waren bei arm und sexy ausschließlich Adventssterne a.k.a. Weihnachtssterne a.k.a. Étoiles d'Amour im Angebot.
Dazu gab es zwei Lesungen mit der Schauspielerin Yvonne Gallo und dem Autor aus dem Buch "Begegnungen im Blumenladen" von Wolf Klein,
in dem er seine Erlebnisse in seinen verschiedenen Blumenläden seit 2001 aufs Unterhaltsamste beschreibt.
MUND
Gruppenausstellung
(November/Dezember 2009 anlässlich NACHTUNDNEBEL)
Für die Gruppenausstellung MUND hatte arm und sexy seine KünstlerfreundInnen eingeladen, Werke zum - für einen Porzellan-Laden naheliegenden - Thema "Mund" auszustellen.
14 folgten der Einladung: Heraus kam eine vielfältige Schau, die sehr unterschiedliche und ganz individuelle Assoziazionen darstellte.
Beteiligt waren
Pascal Aperdannier,
Ika Deter,
Geeorg,
Antje Gerhardt,
Andreas Haltermannn,
Stephanie Hanna,
Peter Hock,
mehrmagda,
Lars Maurmaier,
Deborah Philipps,
Karin Quitsch,
Martin Schmidt-Schweda,
Claudia Simon,
Kelly Tivnan .
ERDE ZU ERDE - Die 7 Leben eines Tellers in Neukölln
Installation von Claudia Simon
(Juni 2009 anlässlich der 48 Stunden Neukölln)
Wenn Teller reden könnten, dann hätten sie viel zu erzählen. Von den Menschen, die von Ihnen gegessen haben, von glücklichem Familienleben, Festen und guten Zeiten, aber auch von Streit, Krisen und Zeiten der Not.
Ein Teller konnte zum Reden gebracht werden, die Installation dokumentierte die sieben wechselvollen Stationen seines Lebens in Neukölln seit den 20er Jahren.
Mit dieser Installation, die Wahrheit und Fiktion mitenander verwob, griff Claudia Simon sowohl das Motto der 48 Stunden Neuölln 2009, "Humus", als auch das Reuterkiez Sub-Motto "7 Leben" auf.
Auf sieben kleinen Tellern zeigten Bildmotive die Stationen des Lebens des Tellers, welcher, selbst aus Erde hergestellt, schließlich am Sonntagabend der Erde zurück gegeben wurde.
HÖRSPIEL
Möbelobjekte von Kelly Tivnan
(Sommer 2009)
Kelly Tivnan ist Künstlerin und Möbeldesignerin aus Seattle, USA, und lebt in Neukölln. Mit ihren Projekten und Objekten verbindet sie Funktionalität und Nostalgie.
In der Serie "Hörspiel" verwandelte sie alte Radios in Objekte, die Neugierde wecken und befriedigen, indem sie die Technik entfernte und statt dessen Schubladen einbaute.
... UND DIE ROSE
Gruppenausstellung
(Februar 2008 - März 2009, Pre-Finissage beim Frühlingserwachen im Reuterkiez)
Dem Aufruf zu dieser ersten Gruppenausstellung bei arm und sexy folgten 12 KünstlerfreundInnen, die das Thema frei und assoziativ mit Blüten und Dornen umsetzten. Komplementiert wurden die Arbeiten von Porzellan mit Rosendekor.
Beteiligt waren Irene Anton, Pascal Aperdannier, Ika Deter,
Peter Großhauser, Peter Hock,
Jasmin Höher-Kosel, Lise Ivanouw und Marie Wilz,
mehrmagda, Lars Maurmaier, Deborah Philipps, Claudia Simon.
Dazu las die Schauspielerin Yvonne Gallo ein wildromantisches Märchen über eine Rose und eine Nachtigall.
WEIHNACHTSPUTZ
Installation von Lars Maurmaier & Claudia Simon
Objekte von Lars Maurmaier
(Dezember 2008 - Januar 2009, Vernissage beim Advents-Parcours im Reuterkiez)
Die Installation "Weihnachtsputz" kombinierte Maurmaier-typische Materialien - Pappe, Schwämmchen und Läppchen - mit der arm und sexy-Philosophie, die daran glaubt, dass es Phantasie und Kreativität sind, worauf es ankommt, nicht der finanzielle Aufwand. Dazu las die Schauspielerin Yvonne Gallo eine Geschichte, die sich in akribischer Detailverliebtheit ums Saubermachen drehte.
CAPSICUM
Standbilder aus dem gleichnamigen Film von Deborah Philipps
(November 2008, Finissage zu NACHTUNDNEBEL Neukölln)
Das "Capsicum Projekt" (Capsicum = lat. Paprika) von Deborah Philipps ist eine künstlerische Forschungsreise zu den Grenzen der Farbe Rot in Form eines 16mm-Films, einer Performance-Serie und eines Künstlerbuchs.
ARM UND SEXY
Installation von Claudia Simon
(Juni 2008 anlässlich der 48 Stunden Neukölln)
Eine festliche Tafel, komplett aus Papp- und Plastgeschirr, und leises Geschirr- und Gläserklappern als Hintergrundgeräusch.
Thema der Installation, die sich auf das Festival-Motto "Glück und Utopie" bezog, war, dass Stil und Ästhetik, auch einfachst umgesetzt, ein selbstbestimmter kleiner Beitrag zur Gewinnung von Würde, Lebensfreude und Glück sein können.